Anfang der 1960er Jahre hatten katholische Blinde und Sehbehinderte aus Deutschland und der Schweiz die Vision,
ein katholisches Ferien- und Begegnungshaus für Menschen mit einer Sehschädigung zu erreichten.
Man suchte nach einem Grundstück in der Grenzregion der beiden Staaten.
1964 konnte das im heutigen Umfang bestehende Grundstück in Landschlacht erworben werden.
Darauf standen zwei Gebäude. Im einen, im sogenannten „kleinen Haus“, wollte man eine Art Laiengemeinschaft
für junge Frauen mit einer Sehbehinderung gründen. Dieses Vorhaben wurde jedoch nach knapp einem Jahr abgebrochen.
Das andere Gebäude war eine alte herrschaftliche Villa. Dort wurden ungefähr zwölf Gästezimmer,
eine Kapelle sowie eine Bibliothek für den Verleih von Literatur in Blindenpunktschrift eingerichtet.
Schnell zeigte sich, dass das Angebot an Gästezimmern viel kleiner war als die Nachfrage. So gab es verschiedene Ausbauphasen, die aus dem IBZ das werden liessen, was es heute ist:
Geleitet wurde das IBZ von 1972 bis Ende 2000 von den Schwestern der Christlichen Liebe aus Paderborn (Deutschland). Sie sorgten durch ihre fürsorgliche und spirituelle Begleitung dafür, dass sich die Gäste in Landschlacht zu Hause fühlten und als Stammgäste immer wieder ins Haus kamen. Ende 2000 fand die Umstellung auf eine weltliche Hausleitung und weltliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter statt. Mit der Leitung des Hauses wurde mit Roland Gruber ein selbst Betroffener beauftragt. Noch heute arbeiten zwei Ordensschwestern im IBZ: Sie gehören der kleinen Kongregation der Steyler Missionsschwestern in Kreuzlingen an.
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